Leidenschaft und Leidwesen, jene Vorlieben und von ihm nicht geliebten
Tatsachen sind mittlerweile weit verbreitet worden.Dem
Mix aus Altrocker und Neohippie ist es auch vollkommen schnuppe, was
andere über ihn denken. Wer ihn nicht kennt, schätzt ihn falsch ein. Wer
ihn aber kennt, der liebt ihn und sein Erfolg gibt ihm Recht.Auf die Bezeichnung Starkoch reagiert er mit einem mehr als
erstaunten Gesicht und fragt "Ich, ein Star?" -- "Ich bin der normalste
Mensch auf der Welt -- mit Abstand!"Punkrock in der Küche, sonst
geht da nix? Ein idealer Klangteppich zum Schnitzel weich klopfen oder
auch zum Kreieren moderner Power-Gerichte wie Mango-Chili-Salat mit
süßem Pesto und Red Bull Granitee oder einer Red Bull Grütze mit
Safran-Bananen-Eis. "Schön, hart, laut und böse" bezeichnet dieses
Kreativgenie seine Musikfavoriten.Diese sollte eigentlich als Treppenbauer oder Elektriker verlaufen und
es wurde mangels vorhandener Lehrstellen. und mittels hartnäckigem
Zuspruch der Mutter letztlich der Kochberuf daraus. Und weil hier noch
eine Zeit überbrückt werden mußte bis zum Start im Hotel Rebstock,
steckte ihn Vater Marquard in eine Metzgerlehre.Adalbert
Schmitt von den Schweizer Stuben schickte sein Ausnahmetalent damals auf
kulinarische Wanderreise zu den zwölf besten Restaurants in Italien.
Jene erlernte einfache, aber sehr raffinierte Küche Italiens brachte er
in die "Taverna La Vigna", die unter seiner Leitung zum Italienischen
Top-Restaurant in Deutschland gekürt wurde. (Der beste italienische Koch
ist ein Deutscher) So gründete Stefan Marquard kurze Zeit später sein
eigenes Restaurant, die "3 Stuben" in Meersburg, wo er sich überings nie
im Restaurant bei den Gästen blicken ließ. Mit 18 Gault Millau Punkten,
einem Michelin Stern und der Auszeichnung zum Innovativsten Koch des
Jahres 2000 nimmt er dann seine "Aus-Zeit".
Seit Januar 2001 ist er mitsamt Familie in München zuhause.

Zurück zu den Profis